Anlässlich des Volkstrauertags gedachten die drei Ortsteile der Gemeinde Kirchheim am Ries – Benzenzimmern, Kirchheim und Dirgenheim – der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror. In seinen Ansprachen betonte Bürgermeister Atalay, dieser Tag sei „wie ein Kompass“: ein Wegweiser aus der Vergangenheit und zugleich eine Mahnung, niemals dorthin zurückzukehren, wo Hass und Gewalt regieren. Die Lehren aus dem unnötigen Sterben, so Atalay weiter, müssten bewusst in unsere Gegenwart und Zukunft getragen werden. Er erinnerte daran, dass jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten könne: „Jeder und jede von uns kann jeden Tag ein kleines Stück Frieden stiften – durch Geduld, Respekt, Zuhören und die Bereitschaft, einander Raum zu geben. Wir können die Welt nicht allein verändern, aber wir können verändern, wie wir in ihr stehen.“
In Benzenzimmern legten Ortsvorsteher Jochen Bauer und Bürgermeister Atalay am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Abordnungen der Feuerwehr und der Krieger- und Reservistenkameradschaft sowie die Klänge des Posaunenchors verliehen der Feierstunde am Morgen des 16. November einen würdigen Rahmen.
In Kirchheim fand in diesem Jahr eine neu gestaltete Gedenkfeier statt: Am 16. November um 17 Uhr begann das Gedenken mit einer ökumenischen Andacht mit Pfarrer Gießler und Pater Antony in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt. Anschließend zogen die Anwesenden – angeführt von den Fahnenabordnungen der Jugendfeuerwehr, der Feuerwehr Kirchheim, des Musikvereins und der Chorgemeinschaft Kirchheim/Goldburghausen – in einem Fackelzug zum Kriegerdenkmal. Beim Einlaufen am Denkmal wurde der Zug musikalisch vom Musikverein empfangen, der sich trotz Regenwetters nicht beirren ließ. Drei Schülerinnen der Alemannenschule brachten dort zum Ausdruck, was Frieden für sie bedeutet und welche Wünsche sie für ein friedliches Miteinander haben. Nach einem gemeinsamen Gebet der beiden Pfarrer sprach Bürgermeister Atalay weitere Gedenkworte und legte auch hier einen Kranz nieder.
In Dirgenheim folgte die Gedenkfeier am 23. November. Nach einem Gebet, das Klaus Panni im Namen der katholischen Kirchengemeinde Dirgenheim sprach Bürgermeister Danyel Atalay. Anschließend legten Ortsvorsteher Peter Strobel, sein Stellvertreter Florian Faas, Klaus Panni und Bürgermeister Atalay gemeinsam einen Kranz nieder.
In allen drei Ortsteilen feuerten Eugen und Paul Geiger traditionellerweise drei Böllerschüsse ab.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die zu diesen drei würdevollen Gedenkfeiern beigetragen haben und allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich Zeit für das gemeinsame Erinnern genommen haben. Ein besonderer Dank geht zudem an die Feuerwehr Benzenzimmern, die Feuerwehr Dirgenheim und den Sportverein Kirchheim, die nach den Kranzniederlegungen zu geselligen Zusammenkünften einluden – sei es zum Weißwurstfrühstück oder zu einem schönen Beisammensein bei Leberkäse und Kartoffelsalat.








