Zwei Konzeptgutscheine für LebensWeGe – Kloster Kirchheim am Ries macht großen Schritt in Richtung Zukunft
Das geplante ökumenisch-christlich getragene Wohnprojekt LebensWeGe in Kirchheim am Ries erhält vom baden-württembergischen Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen zwei Konzeptgutscheine im Rahmen des Sonderprogramms „Wohnen im Kulturdenkmal“. Die Förderung ermöglicht nun die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie sowie die ersten konkreten Vorplanungen für die Umnutzung des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Mariä Himmelfahrt.
Damit setzt das Land ein deutliches Zeichen: LebensWeGe wird als innovatives Modellprojekt betrachtet, das das Potenzial hat, zu einem Leuchtturm für gemeinschaftsorientiertes Wohnen in denkmalgeschützter Umgebung zu werden. Ministerin Nicole Razavi würdigte das Projekt bereits bei einem Austausch im Sommer als beispielhaft für zukunftsfähige Lösungen im Umgang mit Kulturdenkmalen. Dass sich die Projektidee zwischen zahlreichen Bewerbungen behaupten konnte, spricht für das Potential, das auch in der Ausarbeitung der Idee steckt.
LebensWeGe möchte im geschichtsträchtigen Klosterensemble ein generationenübergreifendes Wohnmodell entwickeln, das moderne Wohnkonzepte mit dem kulturellen und spirituellen Erbe des Ortes verbindet. Geplant sind barrierearme Wohnungen, gemeinschaftlich nutzbare Räume, ein naturbezogener Außenbereich sowie neue Möglichkeiten für Kultur, Begegnung und Gemeinwohl. „Unser Ziel ist ein Lebensort, der Einsamkeit entgegenwirkt, Gemeinschaft stärkt und Menschen aller Generationen offensteht“, so Klaus Opferkuch, der gemeinsam mit seiner Frau Karin Keil die Idee zum Leben erweckt.
Für die Gemeinde Kirchheim am Ries, die das Projekt gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde unterstützt, bedeutet die Förderung einen wichtigen Meilenstein. „Für Kirchheim am Ries ist das eine gute Nachricht. Das Klosterensemble ist ein wichtiger und zentraler Ort unserer Gemeinde – die Projektidee zeigt, wie man Tradition, sozialen Mehrwert und Zukunftsorientierung verbinden kann. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung des Landes, so Bürgermeister Danyel Atalay“. Thomas König, Vorsitzender des katholischen Kirchengemeinderates, ergänzt: „Dass das Ministerium unser gemeinsames Projekt unterstützt, bestätigt uns in unserem Weg. Die Klosteranlage soll ein Ort bleiben, der Menschen zusammenführt – und LebensWeGe ist dafür ein überzeugender Ansatz.“
Die anstehenden Untersuchungen – durchgeführt vom Architekturbüro Romer aus Ellwangen in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt – sollen klären, wie das denkmalgeschützte Ensemble ressourcenschonend, sozial verträglich und nachhaltig revitalisiert werden kann.
Mit dem Start der Machbarkeitsstudie beginnt nun die entscheidende Phase, in der die Vision von LebensWeGe ihren Weg in eine konkrete Planung findet. Das Projektteam um Klaus Opferkuch und Karin Keil zeigt sich hochmotiviert: „Die Unterstützung des Landes gibt uns Rückenwind. Jetzt können wir endlich die nächsten Schritte gehen.“





