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Ries-Bote Aktuell

Autor: Frau Degele
Artikel vom 12.10.2017

NABU Baden-Württemberg

Mehr blühende Vielfalt für Kirchheim am Ries: Naturnahe Flächen benötigen sachgerechte Pflege Kommunale Angestellte besuchen „Natur nah dran“-Workshop in Boxberg
 

Boxberg/Kirchheim am Ries – Ehrenamtliche der Umweltgruppe, des Obst- und Gartenbauvereines und des Klosterfördervereins sowie Bauhofmitarbeiter besuchten am Mittwoch, den 11. Oktober in Boxberg einen Workshop im Rahmen des Projektes „Natur nah dran“ für mehr biologische Vielfalt im Siedlungsraum. Gemeinsam mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus weiteren „Natur nah dran“-Kommunen erhielten sie  praktische Tipps durch NABU-Fachleute und einen Naturgärtner zur Pflege von Grünflächen mit Wildstauden und Wildblumen. „Pflanzen wie die Rote Lichtnelke oder der Natternkopf sind sehr robust und benötigen wenig Pflege. Doch gerade zu Beginn sollte man auf einer naturnah bepflanzten Fläche darauf achten, dass sich weniger erwünschte Pflanzen nicht zu sehr ausbreiten“ sagt Projektleiter Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. „Es erfordert ein wenig Geduld, doch nach ein bis zwei Jahren erblüht auf den fachgerecht angelegten und gepflegten naturnahen Flächen ein artenreicher und sehr wertvoller Lebensraum für Blütenbesucher wie Mauerbienen, Bläulinge und Schwebfliegen und für samenfressende Vögel wie Grünfink und Bluthänfling.“
 
Kirchheim am Ries ist eine von zehn Städten und Gemeinden, die sich für 2017 im landesweiten Projekt „Natur nah dran“ erfolgreich um eine Teilnahme beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) unterstützt von 2016 bis 2020 jährlich zehn Kommunen mit je bis zu 15.000 Euro bei der Anlage naturnaher Grünflächen. In der Fördersumme sind auch Workshops für kommunale Bedienstete enthalten. Die Schulung in Boxberg war Teil eines solchen Trainings. Neben Kirchheim am Ries waren auch die Projektkommunen Altheim, Boxberg, Reutlingen sowie Süßen vertreten.
 
In den nächsten Tagen und Wochen werden die verschiedenen Projektflächen im Gemeindegebiet angepflanzt. Diese liegen im Bereich der Klosteranlage und am Weiher Benzenzimmern. In weiteren Flächen in Dirgenheim, Benzenzimmern und Kirchheim werden parallel Blumenzwiebel gesteckt. Im Bereich Jagstheim ist bereits eine Einsaat entlang der Verbindungsstraße zur L 1060 erfolgt. Für die Unterstützung der Grundstückseigentümer herzlichen Dank. Hier sollen sich in den nächsten Jahren kostbare und artenreiche Biotope entwickeln, die mit bunten Blüten zahlreichen Tieren Nahrung bieten und auch die menschlichen Besucherinnen und Besucher erfreuen.
 
Weitere Informationen sowie zwei kurze Filmclips zum Projekt gibt es unter www.Naturnahdran.de.
 
gez.
NABU und Gemeinde

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